Zahnimplantat-Detail-Zeichnung

Was ist ein Fachzahnarzt
für Oralchirurgie (SSO Schweiz)?

Ein Fachzahnarzt für Oralchirurgie in der Schweiz durchläuft eine 3-jährige universitäre Ausbildung in Vollzeitanstellung nach seinem zahnmedizinischen Grundstudium und dem Abschluss einer 2-jährigen allgemeinzahnärztlichen Assistenzzeit. Eine Hälfte seiner Ausbildung widmet sich der Weiterbildung im Gebiet der Oralchirurgie, während sich die andere Hälfte der implantologischen Ausbildung widmet. An der Universitätsklinik in Bern werden alle Eingriffe bis zur Erreichung eines gewissen Reifegrades unter Aufsicht eines externen Instructors durchgeführt, um ein gewisses Qualitätsniveau von Anfang an zu gewährleisten. Durch regelmässige Bewertungen kann der Auszubildende seinen Könnensstand jederzeit überprüfen. Besonders im implantologischen Bereich wird darauf geachtet, daß eine grosse Anzahl von operativen Eingriffen durchgeführt wird, da die Implantologie im zahnmedizinischen Grundstudium nicht erlernt werden kann. Die implantologische Lernkurve soll mit dieser Massnahme unter Aufsicht in einer Klinik stattfinden und nicht autodidaktisch in der niedergelassenen Zahnarztpraxis. Neben mindestens 3 wissenschaftlichen Publikationen im Gebiet der Oralchirurgie, muss der Aspirant 10 Behandlungsfälle über einen Zeitraum von 1 Jahr lückenlos fotografisch und in Schriftform dokumentieren. Am Ende seiner Ausbildungszeit muss der Kandidat eine Abschlussprüfung vor einem Schweizer Expertengremium der SSO (Schweizer Zahnärztegesellschaft) ablegen

Interessantes über die neue Gebührenordnung für Zahnärzte

Pressemitteilung

Maßlose Zahnärzte? Schluss mit den GOZ-Märchen!
Düsseldorf, 26. September 2011. Die Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) ist 23 Jahre alt – ein angerosteter Oldtimer, längst überholt von der modernen Zahnmedizin und den wirtschaftlichen Realitäten. Aber kaum liegt nach jahrelanger Diskussion endlich der Kabinettsbeschluss zur Neuregelung vor, wird „Zahnarzt-Bashing“ zum Volkssport. Höchste Zeit für eine Richtigstellung. Die Zahnärztliche Abrechnungsgenossenschaft (ZA) verfügt über die umfangreichste Rechnungs- und Kostenstatistik der Branche und wurde auch deshalb zu den Beratungen der GOZ-Kommission gehört.

Die Schlagzeilen überschlagen sich mal wieder. Tenor: Maßlose Honorarerhöhung für Zahnärzte, Versicherte müssen tiefer in die Tasche greifen. Die Realität sieht anders aus – höchste Zeit für Fakt

Märchen Nr. 1: Die neue GOZ bereichert die Zahnärzte.

Mit dieser Behauptung schrecken gegenwärtig viele Boulevardmedien die Patienten auf.
Fakt: Die GOZ soll nach 23 Jahren Honorarstillstand die Gebühren um 6 Prozent anheben. Zum Vergleich: Die Honorare von Rechtsanwälten stiegen seit 1994 um 17 Prozent, die von Ingenieuren und Architekten seit 1991 um rund 25 Prozent. Vor allem: Die Inflation seit 1988 beträgt kumuliert rund 60 Prozent. Und nicht zuletzt haben die Versicherungen zugelangt: Privatversicherte mussten seit 1988 Beitragssteigerungen um mehrere Hundert Prozent hinnehmen.

Märchen Nr. 2: Die neue GOZ ist das Ergebnis parteipolitischer Klientelpolitik mit den Zahnärzten als Reformgewinnern.

Fakt: Die GOZ-Novellierung ist im Koalitionsvertrag verankert. Die vorliegende Gesetzesvorlage basiert auf einem Entwurf des Bundesgesundheitsministeriums unter Beteiligung der Beihilfestellen von Bund und Ländern, des Verbands der privaten Krankenversicherungen und der Bundeszahnärztekammer. Die neue GOZ sieht nach 23 Jahren mit der alten GOZ nicht einmal die geringste Punktwerterhöhung vor, ob-wohl das SPD-geführte Bundesgesundheitsministerium noch in der letzten Legislaturperiode einen Honorarzuwachs von 10 Prozent in Aussicht gestellt hatte.

Märchen Nr. 3: Zahnärzte sind die Kostentreiber des deutschen Gesundheitswesens.

Fakt: Zahlen des Bundesgesundheitsministeriums belegen das Gegenteil. An den Ausgabensteigerungen der GKV seit 1999 haben die Zahnärzte mit Abstand den geringsten Anteil:

Medikamente: gestiegen um rund 63 Prozent

Krankenhausbehandlungen: gestiegen um rund 30 Prozent

Ärztliche Behandlungen: gestiegen um rund 27 Prozent

Zahnärztl. Behandlungen: gestiegen um rund 10 Prozent


Auch eine aktuelle Studie des Verbandes der Ersatzkassen (vdek) bestätigt: „Gerade der zahnmedizinische Bereich war in den vergangenen Jahren nicht für den Ausgabenanstieg der GKV verantwortlich.“